AIE - 11 - Ein Loblied auf „Salatisten-Mambo“


#1

Das freche Früchtchen Mia Mango
Trifft auf Fleischpaket John Rambo
Er: Zeigt ihr den Matratzen-Tango
Sie: Pfeift auf Salatisten-Mambo


Neue Single "Salatisten-Mambo"
#2

Zur neuen Single “Salatisten-Mambo” gibt es bei Facebook ein interessantes Gewinnspiel: https://www.facebook.com/ErsteAllgemeineVerunsicherung/photos/a.1613342725582427.1073741830.1605632626353437/2090510101199018/?type=3

Daniel K. (siehe unten) kann man die Krone eigentlich nicht mehr nehmen, es sei denn…boleroboy? Wo bist Du?!

Ich zitiere mal einen mir Unbekannten, der die EAV offensichtlich verstanden hat :joy:

Daniel K***:

In den oberschicht’gen Kreisen,
wo die Dekadenz regiert,
ist‘s wohl Gang und Geb‘ zu speisen,
was der Kurs der Zeit diktiert.
Ob Fusions- und Nanoküche,
Bio, Mocktails, Algenschlaz,
für den Körper, für die Psyche,
findet jeder Foodtrend Platz.

Alfons Lauch, der Modeesser,
dem so manches Schnitzel schmeckte,
fand nur einen Trend viel besser,
als er jüngst im Gasthof steckte.

Jeder Kohlkopf, wie er merke,
speist und schlemmert heut vegan,
also ging er schnell zu Werke,
weil auch er das locker kann.

Statt Salami von den Pferden
wird nun Humus angerichtet,
und auch zur Agape werden
Tofuhäppchen aufgeschichtet.
Auch den Teufelsnektar Milch,
einst noch eine frische, kühle,
gießt der brave Vollkornknilch
direkt in die Küchenspüle.

Doch der neue Soja-Star
will noch nicht zur Ruhe kommen,
drum gehört der Fleischbarbar,
tunlichst ins Gebet genommen.

Allzugleich wird jeder Heide,
den die Fleischeslust diktiert,
auf der gelben Leinölweide
mit der Möhre missioniert.

Auch im Kreise seiner Lieben
redet er sich redlich ein:
„So wie i miaßts olle leben,
dann nur geht’s eich richtig fein!“
Ja, man hört es recht und staunt,
denn nur ein Veganer ist,
wer aktiv es rausposaunt,
statt einfach schweigt und Grünzeug frisst


#3

Dann sollte ich mich an dieser Stelle vielleicht mal vorstellen :slightly_smiling_face:
Mein Name ist Daniel, wie ja schon angedeutet wurde, und ich komme aus einem kleinen Städtchen namens Perg in Oberösterreich.
Von Berufswegen bin ich Deutschlehrer und in meiner Freizeit mach ich gern bei (wer’s kennt) Poetry Slams mit. Eben dieses, gepaart mit der Leidenschaft für die EAV und der Inspiration von Meister Spitzer, hat mich dazu bewogen, beim Gewinnspiel mitzumachen und diesen literarisch-lyrischen Erguss zu verfassen.

Ich hoffe, euch gefällt’s :wink:


#4

Ich ziehe meinen Hut vor Daniel und verzichte freiwillig! :grinning::+1:


#5

Zu viel der Ehre. Vielen Dank für deine netten Worte, das baut richtig auf :slight_smile:


#6

Besonders schön am Text finde ich als Ostermessen-Geschädigter, dass noch jemand außer mir das Wort “Agape” benutzt!


#7

Ich bin als jemand, der mit danny_k sehr gut befreundet ist und mit ihm schon so zirka 20-30 EAV-Konzerte absolviert hat, natürlich befangen und drücke ihm die Daumen :smile:

Finde es generell gut, dass sich auf der Facebook-Seite der EAV wieder mehr tut und die Fans aktiv wieder mehr eingebunden werden. Und auf die Salatisten-Single bin ich schon sowieso gespannt wie ein Flitzebogen!!


#8

Hey, ich wohn in Naarn… :wink:
Und echt toll getextet, Respekt!


#9

Das sind viele tolle Ideen dabei bisher. Ich bin überrascht - beim damaligen Fanclub waren bei ähnlichen Aktionen eher durchwachsene Texte dabei…


#10

In der Tat! Da sind einige Schätzchen dabei - ein weiterer Favorit für mich, einfach weil es so unfassbar doof ist:

Bea S***:
Ich fresse Fleisch und rauche Gras,
bin halb vegan, das ist doch was!

:joy::joy::joy:


#11

Warum wird eigentlich so Front gegen Veganer gemacht? Klar es gibt diesewelche die jeden und alles mit Fingerzeig bekehren wollen. Aber das die Fleischgesellschaft so wie sie geworden ist, so nicht weiter machen kann, sollte jedem Deppen klar sein. Spätestens wenn man sich Berichte über Massentierhaltung für Aldi, Lidl & Co angesehen hat. Aber Hauptsache das Schnitzel liegt schön goldwellig paniert auf dem Teller. Hat die EAV nicht mal einen Song namens Maschine, Wie schön wär diese Welt oder Würstlstand herausgebracht? Ich hoffe wirklich, dass der Song kein billiges Veganensmashing wird. Unterhaltung mit Haltung! Ich danke für die Aufmerksamkeit. Duwaaa.


#12

@Neppomuk: Ich denke, die “Wahrheit” liegt hier wie so oft irgendwo dazwischen. Auf der einen Seite hast du die Leute, die unbehelligt jeglicher Aufdeckung und gewonnener Information irgendwie glauben, dass der Massen-Fleischkonsum noch ewig so weitergehen könne, wie man ihn seit Jahren und Jahrzehnten gewohnt ist. Auf der anderen Seite hast du die “Radikal-Veganer”, die dann nicht selten auf minderwertige Soja-Produkte und diverses industrielle Fleisch-Ersatz-Zeugs zurückgreifen. Leute, die - gerne auch angefeuert von einem gewissen Lifestyle-Trend - teilweise denken, man könne die Ernährungsgewohnheiten großer Teile der Menschheit von heute auf morgen mit dem Holzhammer ändern, was natürlich auch nicht funktioniert, wie man sieht. Also müssen irgendwie Kompromisse her, was natürlich auch schwierig ist, wenn man vereinfacht und verschärft gesagt auf der einen Seite die Fraktion “War immer so, also bleibt’s so!” und auf der anderen Seite die Fraktion “Wir verbessern jetzt mal schnell die Welt und alle, die’s nicht verstehen, sind minderbemittelt!” hat :sweat_smile: :wink:. Im Prinzip spielte ja schon “Oh Bio mio” 1984 mit diesen beiden Extremen bzw. Klischees: Auf der einen Seite der Erzähler, der am Ende auf den zuvor augenscheinlich so begehrten “Apfelkleister” seiner Verflossenen scheißt und zum Fleischermeister geht. Und auf der anderen Seite die Bio-Ute, die sich zum Schluss einen Kerl heiratet, der alles andere als ihrem Ideal entspricht. Das Hauptaugenmerk lag damals sicherlich trotzdem eher bei Verballhornung des Öko-Trends, aber das waren halt auch noch anderen Zeiten. Nachdem ich noch in keinen Song via Hörprobe reingeschnuppert hab, bin ich gespannt, was Tom aus der Thematik gemacht hat. Ich fände irgendwas in Richtung “Ernährungskrieg” zwischen zwei extremen Welten witzig.


#13

Woran erkennt man einen Veganer? - Er erzählt’s dir.

“Front gegen Veganer” finde ich zu hart ausgedrückt, zumindest, bevor wir den Text kennen. Die EAV hat ja immer schon bestimmte Gruppen “liebevoll” überspitzt dargestellt (z. B. Heavy-Metal-Fans, Bodybuilder, Hypochonder), ohne deren Hobby/Schrulle/Gesinnung/Tick bösartig anzugreifen. Das hebt sich Tom in der Regel doch für die wirklich schweren Fälle wie Rechtsextreme, Sex-Touristen, Diktatoren etc. auf.


#14

Ob man Songtexte “gegen” Bodybuilding etc macht, finde ich einen Unterschied zu Ausbeutung vom Lebewesen die sich den Weg nicht selber ausgesucht haben. Selbst Milchkühe schaffen gerade mal 1/5 ihrer Lebenserwartung. Bin kein Veganer, aber ich finde das Thema ist zu ernst um es durch den Kakao zu ziehen. Ich versuche zumundest den Fleischkonsum zu mindern und statt Käfigeiern für 9 Cent, überleb ich auch 20 cent für Freiland. Veganer ernähren sich übrigens nicht immer von Fleischersatz, sondern eher essen das die Fleischfresser, die versuchen weniger Fleisch zu essen.

Wiegesagt bin gespannt auf den Song, hoffe aber es ist kein reines lustig machen…


#15

Ich schließe mich Neppomuk an. Auch ich bin kein Veganer, nicht mal Vegetarier, aber ich versuche meine Augen nicht zu verschließen vor den ernsthaften Problemen, die der Fleischkonsum mit sich bringt und habe meinen Fleischkonsum drastisch reduziert in den letzten Jahren.
Eine kleine Auswahl an Gründen:

  • Ernährung ist der größte Faktor bei der Produktion von Treibhausgasen - noch ein größerer Faktor als der Flugverkehr! Hier ist vor allem der Konsum tierischer Produkte zu nennen

  • Unsere Erde bietet nicht ausreichend Fläche, um eine exponentiell wachsende Weltbevölkerung mit Fleisch zu ernähren. Wir müssen zwangsläufig unsereren Fleischkonsum drastisch reduzieren, um die Ernährung der Weltbevölkerung zu sichern.

  • Massentierhaltung bringt nicht nur den Tieren Probleme. Auch die Resistenzen gegen Antioiotika wachsen… ein mehr als großes Problem für die Gesunderhaltung zukünftiger Generationen

Kurz: Bitte liebe EAV- schreibt mal ein Lied gegen den Fleischkonsum - denn die Bios dieser Erde zu verunglimpfen passt so gar nicht in mein EAV-Bild - Es gibt kaum eine schlimmere Verhaltensweise als unreflektierten Genuss billigen Fleisches. Hier muss ein Umdenken stattfinden, eines durch seine Auswirkungen wichtigsten weltweiten Probleme.

Ich habe fertig


#16

Lieber Matador,

ich habe lange gezögert, ob ich ein ähnliches Posting machen soll, wie du, weil in letzter Zeit so einiges missverstanden wurde oder man gerne auch niedergebügelt wird, wenn man nicht gleich “hurra” schreit oder anderer Meinung ist. Aber ich danke dir sehr für das, was du geschrieben hast. Meine Frau und ich versuchen uns auch sehr gesund zu ernähren und achten dabei auch darauf, Fleisch zu reduzieren aus ähnlichen Gründen, die du beschreibst. Nicht nur, dass Massentierhaltung ungesund und unwürdig für die Tiere ist, auch die Mensche, welche dieses Fleisch essen, werden nicht unbedingt gesünder. Wir achten daher darauf, dass wir, wenn wir Fleisch essen wollen, sehr gutes regionales Fleisch kaufen, möglichst sogar von Bauern, die auf den Einsatz von Mastmitteln und anderen Zusätzen verzichten und auf ihren Feldern kein Glyphosat ausbringen, was eine weitere Unart unserer Welt ist. Wenn wir mit dem Planeten weiterhin so verfahren, wie es derzeit der Fall ist, dann haben unsere Kinder einmal nichts mehr zu lachen. Und auch uns kann es an den Kragen gehen. Klimaerwärmung durch Abrodung von Urwäldern, industrielle Massenlandwirtschaft etc. tragen dazu bei, dass wir in unserer Gier immer mehr kaputt machen, während andere weiterhin verhungern.

Ja, es gäbe beileibe so viele Themen, die einer Aufarbeitung verlangten und der Veganer ist sicherlich nicht das Übel der Welt, da gäbe es andere aufzuzählen.


#17

Das Thema Folgen des Fleischkonsums wurde ja schon mal angedeutet, wäre aber sicher ein gutes Songthema:

Getrieben von den Burger-Gasen
surf ich ins Neandertal.
https://www.verunsicherung.de/diskografie/songs/bankrott.html

Abgesehen davon, dass es aus meiner bescheidenen Sicht leichter diskutieren lässt, wenn man den Song kennt, über den man diskutiert, möchte ich zu Bedenken geben, dass die EAV immer schon Stilkritik betrieben hat. „Café Passé“ und das Programm dazu ist bspw ein satirischer Blick auf die damalige alternative Szene, auch wenn sicher die EAV Teil von ihr war und ihre Meinung geteilt hat. Trotzdem machte sich die EAV halt über einen moralisierenden Friedensprediger lustig - was natürlich nicht heißt, dass die EAV Krieg will. Die EAV hat halt einen ironisierenden Blick auf alles. Und jeder der sich selbst sehr ernst nimmt, darf auch ruhig mit einem kleinen Song auf Bodenebene zurück gebracht werden.


#18

:slight_smile:


#19

Die EAV klärt bei Facebook auf:

Es ist ein Titel für alle eingefleischten Veganer, die sich selbst nicht zu wichtig nehmen und ein Lied gegen all jene, die es tun.

boleroboy lag mit seiner Einschätzung also goldrichtig.


#20

Was mir hier bei der zweiten Nummer des Albums auffällt: 1. Es ist wahnsinnig gut produziert. 2. Klaus Gesang ist hier wie bei “Trick der Politik” sensationell !!!

Die Nummer erinnert mich sehr an “Oh Bio Mio”. Vor allem diese “Zwischenrufe” bei Oh Bio Mio (wie Ich steh so auf Kürbis, besonders wenn er mürb is’) finden sich beim Salatisten Mambo teilweise wieder (.zB. ohne Lauch gehts auch).
Und das Ende des Songs ist faktisch dasselbe wie bei Bio Mio.

Weitere Track der mir sehr gefällt!!! :smiley: