Warum hat Klaus bei den liedern immer verschiedene Stimmen

#1

Was mich interessiert ist ob die jungs was verwenden um die stimme zu verändern weil das ist mit bei Klaus aufgefallen bei ein paar liedern

#2

Würde mich auch interessieren. Auf “Geld oder Leben” sind die unterschiedlichen Stimmkontraste von Klaus am deutlichsten… “Banküberfall”, “Fata Morgana”, “Kerkermeister”, “Morgen”… immer noch kaum zu glauben, dass das dieselbe Person singt.

#3

Klausis Stimme ist einfach sehr facettenreich und wandelbar, er setzt sie gekonnt wie ein Schauspieler ein und unterstreicht damit die Intention des Textes, bzw. Liedes. Eine Fähigkeit die ihn als Sänger meines Erachtens einzigartig macht. Technisch verändert wird da denk ich nichts, außer vielleicht die tiefe Stimme bei “DingDong”…

#4

Ja das seh ich auch so

#5

Ich denke, dass die EAV einiges verändert hat. Man muss aber dazu sagen, dass Klaus heute ein viel, viel besserer Sänger ist als früher - zumindest ist das meine Meinung.

Wenn man die Liveaufnahmen der EAV vor der Neppomuk-Tour hört, dann merkt man, dass seine Stimme auf der Bühne doch nicht so facettenreich ist wie auf Platte. Und ich meine, dass wir uns nichts vormachen müssen, dass vor allem bei Neppomuk- und Kunst-Tour doch sehr viel Playback war.

#6

Wenn Sie was verändert haben warum und wieso

#7

Vielleicht um die “Stimmung” der Songs noch mehr zu verdeutlichen. Die EAV nutzte ja damals noch Anlehnungen an gewisse musikalische, regionale Stilrichtungen wie beispielsweise bei “Samurai”, “Heiße Nächte (in Palermo)”, “Fata Morgana” oder “Hasta la vista”.

Ich denke, Klaus’ “normale” Stimme ist bei Songs wie “An der Copacabana” oder “Küss’ die Hand, schöne Frau” am besten zu hören. Natürlich kann/konnte er seine Stimme den Songs anpassen, aber hin und wieder wurde sicher auch getrickst. :wink:

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Ja wo es nicht ging halt

#9

Interessant ist auch der Vergleich von Alben vor den 90ern und danach… Klaus ist bei einigen Songs leicht flat unterwegs und das unterstreicht sicher noch mal das leicht lächerliche “Anti-Held”-Feeling, dass Songs wie Banküberfall oder Küss die Hand auch bewusst ausstrahlen sollen.
Seit seit Mitte der 1990er der Einsatz von Software wie Auto-Tune und später dann Melodyne immer normaler wurde, hat sich bestimmt einiges bei der Art und Weise der Stimm-Aufnahmen verändert. Zum einen ist es nicht mehr notwendig einen Song dutzende Male zu singen (Peter Müller ist bekannt dafür auch noch das letzte aus jedem Sänger herausgequetscht zu haben und soll sich generell viel mehr auf den Sänger als wesentlichen Hauptakteur konzentriert haben - und das Arrangement auch viel mehr nach der Interpretation gerichtet haben) und zum anderen ist man natürlich schnell geneigt alles perfekt hinzurichten. Einfach weil es kinderleicht ist. Ich würde fast behaupten, es gehört heute viel Mut dazu Aufnahmen unbehandelt und meinetwegen auch leicht falsch zu lassen - aber mich persönlich berührt das bei Balladen und ähnlichen Liedern sicher mehr als sog. Perfektion.
“Pfeif Drauf” mit dem monotonen Stakkato ist eins von den Gegenbeispielen. Generell gibt es ja viele Pop-Songs wo dererlei Stimmbearbeitungen regelrecht zum Stilmittel geworden sind. Why not.
Den Charakter einer Stimme ändert das aber kaum. Da find ich den Einsatz von Zweit-Stimmen, von Effekten wie Reverb & Co oder einfach nur dem “Tschick in der Papp’n” wie bei “Morgen” wesentlich effizienter :slight_smile: Gerade letzteres, denn Klaus kann eben wirklich versch. Charaktäre annehmen - das ist sicher einzigartig.
Trotzdem vermisse ich insgesamt die Vielfalt auf den neueren EAV-Alben. Rocksongs von/mit Marios und Gerts oder Eiks Bereicherungen haben es eben noch bunter, facettenreicher gemacht…

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#10

Gefühlt würde ich das auch sagen - wahrscheinlich weil man beim Thema Vielfalt automatisch an die ersten vier Alben denkt. Interessant ist, dass es auf den Erfolgsalben der 80er und frühen 90er (GoL, LTT, NR und Watumba) keinen einzigen Song gibt, der nicht von Klaus oder Thomas gesungen wurde. Ich glaube, die Vielfalt fehlt eher bei den neueren Live-Shows, einfach weil die Bühnenakteure fehlen, mit denen Klaus bzw. Thomas interagieren können.

#11

Ich finde Klaus Wandlungsfähigkeit seiner Stimme immer wieder genial gerade bei Songs wie Zwirch&Zwabel wo er im Wechselgesang mit dieser hohe und dann wieder tieferen Stimme switchen kann einfach genial. Besonders auch wo dieser Song Live gesungen wurde bei der Amore-Tour mit diesem Zungenbrecher Zwischenstück wo er schlagartig in die hohe Stimmlage wechselt einfach Irre. :open_mouth:

Aber ebenso z.b bei Kerkermeister wo mit zu seinen Lieblingssongs gehört wo auch die unterschiedlichen Stimmlagen zu erkennen sind gerade besonders beeindruckend finde ich die 2. Strophe mit dem Richter wo man den Unterschied richtig gut erkennen kann. Denke das Ihm gerade auch die Schwierigkeit bei diesen Songs besonders gut gefällt wo er gefordert wird, wo er dieses Switchen der Stimme gut einbringen kann. :blush:

#12

Danke, Stanella, für die Erklärungen. Ich habe von den ganzen Programmen, die es da gibt, keinerlei Ahnung - jedoch war mir eigentlich immer klar, dass bei Klaus’ Gesang doch (ab und zu) nachbearbeitet wurde. :slight_smile:

#13

Ja das finde ich au h so mit dem stimmen switch in den liedern einfach nur geil