Song Review 95: Wo ist der Kaiser?

Es ist soweit, am Heldenplatz
gibt’s gratis Apfelstrudel,
die Masse bebt, der Kaiser lebt
und auch der Kronprinz Rudl.

Album: Neppomuk’s Rache (1990)

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Immer diese Popmusik: Dem Song, zumindest in dieser Produktion, hätte mehr Pop und auch mehr Pep nicht schlecht getan. Zudem stören mich die Drum-Sounds. Sonst habe ich den Song ganz gern. Live wurde er auch immer gut umgesetzt. Beim ORF müsste es, wie ich es aus Alex TV-Archiv (04.10.1990 Vorarlberg Heute: Konzert-Mitschnitt; 25 min) entnehme, einen kurzen Mitschnitt geben, bei welchem Wo ist der Kaiser komplett gezeigt wurde.

6/10 Punkten

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8 von 10 Punkte.

Ein absoluter Klassiker und aus der Kategorie „Wie kommt man auf so ein Lied?“ feat. „Gab es vorher und nachher nicht!“
Großartiges, tolles Lied, funktioniert als Opener tadellos. Die Strophen sind noch besser als der Refrain. Ich mag einfach diese verspielten „Immer dieses Pop-Musik“-Passagen, gefolgt von den kraftvoll gesungenen Parts im Anschluss. „Wo ist der Kaiser“ strotzt vor Kreativität. Als Opener der 100 Jahre-Tour ebenso genial live dargeboten.
So ein klein bisschen schade ist, dass die Album-Version etwas lasch und unklar klingt. Das liegt wohl am ganzen Album „Neppomuk’s Rache“. Benni hat mal gemeint, die Version auf der Maxi von „Einer geht um die Welt“ klingt klarer und besser. Ein wenig meine ich das auch raus zu hören.

Ganz klar, Ausrufezeichen, tolles Lied und es bekommt 09/10 krampfadergeplagte Wadel.

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Meine absolute Lieblingsnummer der EAV- vorallem Live. Knackig, cool und textlich sehr detailliert verspielt aber nie oberflächlich.

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textlich komplett gaga und gerade deshalb so wunderbar; gesanglich von klaus ganz großes kino - am meisten gefällt mir seine stimmlage bei der „grab ma‘n aus…“-passage… :wink:

melodie speziell in den strophen für einen nicht-eav-nerd sicherlich nervig, mir taugts umso mehr!

9/10 japaner und lipizzaner

Einer meiner EAV-Lieblinge - schon als Kind liebte ich diesen Opener. Auch wenn ich nicht verstand, worum es da eigentlich geht… Kronprinz Rudl…
10/10

Der Eav Hit Nummer eins

Ein höchst edler Ohrwurm, vor allem immer präsent, wenn ich Wien besuche. Lipizzaner stammen eigentlich ursprünglich aus Slowenien, eben Lipica, aber in Wien befindet sich die berühmte Hofreitschule. Nach den grandiosen Openern ‚Geld oder Leben‘ (Rock-Musical) und 'Liebe, Tod und Teufel (Opera-Pop-Ambience :laughing:) ein völlig neues Genre-Gebiet, ein verrücktes aber in sich harmonisches Crossover mit Klassik-Musik Parts (Marschtrommel, Fanfare), Popmusik (Popmusik!) und Rockgitarre (Oh dieses Ausklangssolo!), das aber leider unter der verhaltenen Produktion leidet. Warum ist ‚A la Carte‘ besser produziert als ‚Neppomuk’s Rache‘?

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Weil die Verunsicherung 1984 noch die Zeit (und Muse) hatte als Mitproduzent zu fungieren, während man 1990 aus Zeitgründen alles machen ließ, würde ich vermuten.

Ohne es zu wissen, würde ich eher sagen, dass es an der verwendeten Aufnahme-, Misch- oder Masteringtechnik liegt. Evtl. auch am damaligen Soundgeschmack. Ich kann mich jedenfalls erinnern, dass ich damals den Sound so wahnsinnig modern fand. Das ist immer ein Zeichen für „zu modisch“, so dass der Klang dann später veraltet klingt.

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NR als Schallplatte soll ja soundtechnisch erfrischend anders sein, eventuell war das Resultat auf CD so gar nicht beabsichtigt :thinking:, oder hat vielleicht auch was mit Loudness War zu tun;

Da in der Popmusik die CD bis zum Ende der 1980er Jahre noch nicht das Standardmedium darstellte, gab es wenig Motivation dafür, Lautheit anzuheben, um die Stücke an die Lautheit der Konkurrenzprodukte anzugleichen. Zudem waren CD-Player sehr teuer und somit im Allgemeinen High-End-Systemen vorbehalten, auf welche die während dieser Zeit verwandten höheren Aufnahmepegel eine eher negative Auswirkung hatten. Dazu kommt, dass es die ersten vier oder fünf Jahre nach Einführung der CD keinerlei Möglichkeit gab, eine Aufnahme im digitalen Umfeld zu komprimieren, da seinerzeit in den Masteringstudios noch keine digitalen Signalprozessoren zur Verfügung standen.

Ist schon ein bisschen fraglich, gerade am Gipfel des Erfolgs, aber auch irgendwie typisch. :slightly_smiling_face:

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