Rock Harz Open Air

Der Auftritt der EAV am 09.07.2009 beim “Rock Harz Open Air” scheint mal ein etwas anderer Bierzelt/Festival-Auftritt zu sein:

http://amboss-magazin.de/news/?p=2268

http://www.rockharz.com/

Na, also…wenn schon nicht Wacken, dann haben die hEAVy Metal Fans unter den EAV Fans wenigstens hier ihre Freude.

Ich werd’s mir überlegen :sunglasses:

Hier der offizielle Trailer zum Festival: http://www.youtube.com/watch?v=PhHaqb-7TSw

Unfassbar, dass der Typ “Dschi-Bi-Oh” sagt! Der falsch ausgesprochene Bandname dieser Gruppe ist fast schon eine Todsünde und wurde von J.B.O. selbst bereits auf zwei ihrer Alben in Sketchen zum Thema gemacht :mrgreen:!

Find ich total geil, dass die EAV auf nem Metal Festival spielt.

Viele Leute die ich kenne, die gerne Metal hören, ham frühter EAV gehört, bzw. hörens immer noch!

Da mich Bands wie Dark Tranquillity, Coppelius (!!!), J.B.O., etc. auch ansprechen, überleg ichs mir mal.
Wird bestimmt Hammer !

Ja, EAV-Fans sind wirklich oft in der Ecke “Hardrock / Glamrock / Metal / Gothic / Punk” zu Hause. Das ist mir in den letzten Jahren immer wieder aufgefallen. Ich selbst höre neben der EAV auch Musik angefangen von J.B.O. und Knorkator über The Sweet und Queen bishin zu Alice Cooper und KISS. Gestern hab ich mit meiner Freundin und meinem Vater Nazareth zum ersten Mal live gesehen. Von daher taugt mir die EAV auf einem solchen Festival schon sehr, seeehr :slight_smile:!!

da müssten sie eig den “heavy metal pepi” spielen, das wär soooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo geil und passend… :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Absolut DITO!!! Und zwar bitte, bitte gesungen von Leo Bei trääääum! Wird aber wohl eher nicht passieren :wink:.

“Meine Herr’n, härter wer’n!”

Selbst die PR-Leute des Rock Harz Open Air haben noch nicht mitgekriegt, dass die EAV den Harz musikalisch auseinandernehmen wird, bis kein Steinchen mehr auf der Wiese an seinem Platz ist. Anders kann ich es mir nicht erklären, warum sie nur das Lied von den Spaß-verliebten Metallern singen und nicht die Rockqualitäten der Live-Band hervorheben:

Übrigens ist ein Harzer Roller kein übergewichtiger Metall-Fan aus dem Mittelgebirge, sondern eine Käsespezialität, die stärker stink als die gesamte Metall-Gemeinde auf dem Open Air nach 3 Tagen zelten.

Wollt ich nur mal gesagt haben.

Sehr geil, wirklich sehr geil :mrgreen:!!

Mich würde mal interessieren, ob die EAV für dieses Konzert ihre Setlist abändert. Dort hätte die EAV (bzw. in erster Linie Thomas) endlich mal die Möglichkeit, all jene Songs zu präsentieren, die etwas gitarrenlastiger sind (Dann & Wann, Nagelbett, Wir marschieren, Alpenpunk, Eierkopf-Rudi, Frauenluder usw.)!

Ich wäre ja auch sehr stark dafür, dort die Rockbretter auszupacken. Aber ob die EAV wegen einem Auftritt ihr Programm abändert?

Ich hatte schon in irgendeinem anderen Tread geschrieben, dass Leo meinte, dass sie die Setlist nicht abändern werden.

Ja, wie war es denn nun, verdammt nochmal! Warte doch schon so gespannt auf euren Bericht!

Volle Zustimmung!

So, da bin ich wieder, zurückgekehrt vom Rockharz! Die EAV kam beim Publikum wirklich sehr gut an. Es hätte nicht besser laufen können. Die Verunsicherung wurde zwar auf den Plakaten und auf dem Festival-Shirt abgegrenzt bzw. hervorgehoben angekündigt, fügte sich am Partydonnerstag zwischen den Schröders (Deutsch-Punk) und J.B.O. (Fun-Metal) aber perfekt ein. Klaus meinte zu Beginn der EAV-Show: “Wir sind eine Laune des Veranstalters.” In den ca. 90 Minuten wurde (zum Glück!) ein für EAV-Verhältnisse straffes Set gespielt. Soll heißen: Es wurden die meisten Songs der Best Of Show gespielt, dafür wurde etwas weniger moderiert und der Hausfrauen-Hansi-Block flog raus. Die Gitarren waren schön laut angesteuert. Der Band schien es wirklich Spaß zu machen, mal auf so einer Veranstaltung spielen zu dürfen. Besonders Leo wirkte vom Publikum sehr angetan. Neben uns stand übrigens zufällig der Mensch, der sich die EAV als erstes im Rockharz-Forum gewünscht hat (was wohl einen großen Teil zur Buchung der EAV beigetragen hat). Zwischen den Song kam es immer wieder zu lauten “EAV! EAV! EAV! EAV! EAV!”-Rufen. Auch “Mein Gott” kam ziemlich gut an, obwohl das Lied nach wie vor in der ruhigen Version gespielt wird. Die EAV könnte ruhig öfter auf solchen Festivals spielen, hat wirklich wunderbar funktioniert. Auch auf dem Campingplatz schallte neben Metal-Songs manchmal EAV-Liedgut aus den Lautsprechern der Besucher.

Die Setlist (die Reihenfolge hab ich anhand einer anderen Setlist festgelegt, ich hoffe sie stimmt so ungefähr):

Geld oder Leben
Bandvorstellung / Schweine-Funk
Heiße Nächte (in Palermo)
Sandlerkönig
Dann & Wann
Samurai
Einmal möchte ich ein Böser sein (kam fantastisch gut an und schien einigen Leuten auch bekannt zu sein)
An der Copacabana
Burli
Küss die Hand, schöne Frau
Mein Gott
Küss die Hand, Herr Kerkermeister / Neandertal
Ba-Ba-Banküberfall
Fata Morgana

Zugaben:
Hit-Medley (Frauenluder, Ding Dong, Der Wein von Mykonos, 3 weiße Tauben, 300 PS, Küss die Hand Finale)
Märchenprinz

Noch ein paar Worte zum Festival selbst: Dafür, dass es bereits das 16. Rockharz Open Air war, war die Organisation teilweise ja schon etwas dürftig (auch wenn’s nun zum ersten Mal in Ballenstedt stattfand). Meine Ansprüche sind bei so was echt nicht sonderlich hoch, aber wenn’s schon keine gebührenpflichtigen Toiletten mit Spühlung gibt, sollten die Dixi-Klos wenigstens täglich gereinigt werden, was nicht der Fall war. Ich glaub, sie wurden nur Mittwoch / Donnerstag und am Sonntag gereinigt und geleert, weil an den Tagen dazwischen stand die Scheiße mindestens bis zur virtuellen Klobrille. Auch die Duschen standen nicht zur Verfügung (kein Wasser), als wir einmal duschen wollten (haben’s dann erst gar nicht mehr versucht). Die Festivalbändchen aus Stoff wurden mit einer ziemlich notdürftigen Widerhakentechnik am Armgelenk befestigt (normalerweise werden die mit einer Aluhülse fest zugeplombt), worüber sich ebenfalls einige Leute aufgeregt haben. Ein Bankautomat war auf dem Konzertgelände zwar vorhanden (und eigentlich auch sehr nützlich, da das kleine Städtchen mehrere Kilometer entfernt war), jedoch konnten wir trotz Bankkarte des gleichen Anbieters nichts abheben. Später stellte sich heraus, dass auch andere Festivalbesucher kein Geld abheben konnten. Das war sehr ärgerlich, da der Bankautomat im Vorfeld angekündigt wurde. Auch der Sound hätte teilweise besser sein können. Auf der Rock Stage (auf der auch die EAV gespielt hat) war’s okay, aber der Sound auf der Dark Stage war teilweise wirklich katastrophal (ich habe noch nie zuvor ein J.B.O.-Konzert mit einem dermaßen schwammigen bzw. dünnen Sound erlebt und ASP war völlig übersteuert). Aber es gab auch mehrere positive Dinge bzgl. der Organisation. So konnte man z. B. für 65 Cent mit dem Bus in das Städtchen fahren. Auch das Angebot an Essen und Getränken war sehr schön. Ich habe mich eigentlich auf vier Tage Dosenfutter eingestellt, aber die Asia-Nudeln und die Baguettes haben mich dann doch zu sehr angelacht :wink:. Auch an Merchandising mangelte es nicht (wobei ich nichts von der EAV gesehen habe). Außerdem war ein Autogrammzelt eingerichtet, in dem die meisten Acts für Autogrammstunden zur Verfügung standen. Ob die EAV dort Autogramme gegeben hat, weiß ich nicht, weil ich das Zelt erst am zweiten Festivaltag wahrgenommen habe. Ich halte es aber für wahrscheinlich, da wie gesagt der Großteil der Acts Autogramme gegeben hat. Etwas enttäuscht war ich dagegen von manchen Anhängern der Metal-Zunft, welche ich eigentlich immer für ziemlich tolerant gehalten habe. Provokante Sätze wie “Macht ihr Werbung für Adidas?” (ich trug bei schlechtem Wetter eine schwarze Ärzte-Stoffjacke, Alex trug ebenfalls eine schwarze Stoffjacke) oder “Scheiß Hippies!” haben mich dann doch zum Zweifeln gebracht. Auf die Spitze trieb es dann eine Frau am Sonntag bei der Müllabgabe. Jeder volle Müllsack wurde mit einem Luftbildposter vom Festival-Gelände belohnt. Der Sicherheitsmann, der die Poster ausgegeben hat, war Schwarzer und die besagte Dame hielt es für nötig, lauthals kundtun zu müssen, sie würde ihn “weiß machen”, wenn das hier nicht richtig funktioniert, “wie Michael Jackson” :unamused:. Ich war vergangenes Jahr auf dem Taubertal Festival (Open Air mit sämtlichen Musikrichtungen, von Punkrock und Metal über Pop bishin zu Rap) und da war das Publikum deutlich entspannter unterwegs. Alles in allem waren’s aber ein paar schöne Tage im Harz, unsere Zeltnachbarn waren sehr nett und es hat uns trotz des schlechten Wetters viel Spaß gemacht :slight_smile:!

Das heißt, dass die Moderationen kürzer waren? Gab’s das Thema Krise als roten Faden noch?

Das mit den Toiletten auf großen Konzerten hat nur einer im Griff: ER!
Wenn er die Klos beim Rock Harz Open Air gesehen hätte auf seiner Inspektion, dann hätte es was gesetzt: http://www.youtube.com/watch?v=NgEGSPTdE90

:mrgreen:

Wurde auf jeden Fall in der Bandvorstellung erwähnt. Die Moderationen waren aber zumindest für EAV-Verhältnisse sehr gestrafft. Das Publikum auf so einem Festival (inklusive mir) will einfach vorwiegend Songs hören und wenn es das nicht bekommt, gibt es das den Bands auch zu verstehen. Die EAV hat an dem Abend aber die richtige Mischung aus Gags und Songs getroffen. Das war im Vorfeld meine größte Sorge. Die EAV könnte wirklich öfter auf solchen Festivals spielen. Sie erfreuten sich an dem Abend großer Beliebtheit. Das wäre eine wahre Alternative zu den ganzen Dorffest-Gigs. Die EAV kann auf so einem Festival ordentlich rocken ohne das Schunkel-Publikum eines Bierzelts beglücken zu müssen und kann trotzdem Geld verdienen. Und wie gesagt: Wirklich “exotisch” wirkten die Jungs an dem Abend gar nicht. Hat sich echt gut in den Band-Verlauf des Partydonnerstags eingefügt.

http://www.kingoli.net/blog/2009/07/12/rock-harz-2009/