EAV-Podcast #72: Neppomuks Rückkehr

Das ist ja schön. Manchmal meine ich ja, da stehe ich fast ganz alleine da.

@Philipp_Konanz vielen Dank wieder einmal für die Mühe und die Notizen! Ich wundere mich immer wieder, wenn ich das lese, wie wirr ich spreche :slight_smile:

Ja, irgendwie schon. Gerade bei den ersten beiden Alben z.B. habe ich immer noch das Gefühl, dass ich ein paar Anspielungen auf aktuelle Geschehnisse nicht bemerkt habe.

Hier grade ein wenig off topic: Ich habe dieser Tage auch Podcast #52 zu “Alles ist erlaubt” gehört. In der Besprechung sinniert ihr u.a. darüber, dass das Album zu diesem Zeitpunkt sehr frisch erschienen war und wie es wohl in einer Retrospektive in 10 Jahren gesehen würde. Die 10 Jahre seit Jahresbeginn 2019 sind zwar noch nicht vergangen, aber eine Art Rückschau und aktuelle bzw. nachträgliche Wertung fände ich sehr interessant. Unter Einbezug von allem, was seither war oder nicht geschah.

Hallo Flachzange. Interessant, dass ich erst vor wenigen Tagen mal das ganze Set begutachtet habe. Buch/Doppel-CD, CD und LP. Die LP lege ich die Tage sogar erstmals auf, weil ich damals gerade keinen Plattenspieler angeschlossen hatte. Ich will meine Meinung hier noch nicht kundtun, weil wer weiß, ob es nicht wirklich mal einen Recap gibt zu all diesen Alben, wobei mein Problem ist, dass ich mich dann teilweise gar nicht mehr entsinnen kann, was ich gesagt habe und ich mir meine eigenen Podcast-Folgen meistens nur einmal anhöre. Vielleichte wäre an der Stelle mal interessant, welche Fragen ihr so aufwerfen würdet, die begutachtet werden sollten.

Die Fragen reichen von ganz allgemein bis in kleine Details der Songs.

Ganz allgemein: Wie wertet ihr das Album insgesamt ein, nachdem es nun nicht mehr frisch ist. Der seinerzeitige Tenor war: solide bis gut, für ein letztes Album fehle irgendwie etwas. Das wiederum nicht so schlimm, da vermutlich das letzte EAV-Album der Beginn von vielfach neuem sein würde. Manches kam dann, z.B. spracht ihr in dem Zusammenhang “Kuddeldaddeldu” als schon fertig gekannten Song an.

Bis in kleine Details: Ich hatte und habe so meine Schwierigkeiten mit dem Album. Es ist an sich textlich gut und musikalisch variantenreich. Auch, dass Eik und Nino öfter zu hören sind, ist an sich schön. Aber ich finde es gleichzeitig sehr sperrig und irgendwie unkreativ. So sind bei den Liedern darauf oft keine größeren Unterschiede zwischen Strophen und Refrain, sie gleichen sich ziemlich, was eintönig und nicht schön wirkt. Beispiele hierfür sind das Titelstück, “Rabenschwarz und Weiß”, “Rechts 2, 3” oder auch “Coole, alte Sau”. Textlich stört mich (vielleicht zu hart ausgedrückt: wundert mich), dass bestimmte Passagen/Stellen/Wörter wie nicht feinster Klinge und Kreativität scheinend in die Lieder gepresst wirken. Ein Beispiel ist hier aus “Am rechten Ort”:

“Vor meinem Haus, da steh’n drei Autos. Ein Rosenteich und auch ein MOtorrad”.

–> Es betont sich MoTORrad. So etwas.

Ich stimme dir im 2. langen Absatz total zu. Ich werde auch nicht richtig warm, obwohl ich die Lieder für sich nicht schlecht finde. Aber insgesamt ist Werwolf-Attacke einfach wesentlich stärker.

Zu Motorrad: in Ö spricht man es MOtorrad aus (zumindest in der Steiermark/Grazer Raum).

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Okay, interessant. Aber im Schweinefunk ging es doch auch…:grin:

Ja, aber ich glaube, da hat Klaus versucht, den bayerischen Akzent zu imitieren?

Ganz so einfach ist es auch nicht:

Man sagt im etwas weniger dialektgefärbten Deutsch in Graz MOtorrad, aber neben MOtoradl auch MoTORadl. Klingt komisch, ist aber so.

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Die Idee zu solchen Recap-Folgen hab ich jetzt schon ein paar mal gehört. Ich weiß nicht genau, wie man verhindert, dass man sich wiederholt. Bei den Alben, bei denen wir nahe an der VÖ die Folge gemacht haben, kann ich es mir noch am ehesten vorstellen. Aber ich bin auf jeden Fall offen für die Idee und vielleicht könnt ihr uns sagen, wie Ihr Euch sowas vorstellt?

Die Besprechung zu “Alles ist erlaubt” ist fantastisch in ihrem Umfang. Der Entstehungsweg allgemein und die Geschichten zu den einzelnen Stücken. Untermalt mit Details zu Deinem seinerzeitigen Kenia-Aufenthalt und mehr. Sie ging über 3,5 Stunden. In solch großem Umfang wäre ein Recap sicherlich zuviel verlangt, gerade auch die Details und Hintergründe betreffend UND Kenntnis euch abverlangend, was die damalige Aufnahme betrifft.

Du schreibst es schon: Folgen zu Alben, die nahe an deren VÖ waren, scheinen interessant. Also die Zeit ab “Amore XL”, vielleicht “Neue Helden”. Gerade letzteres ist ja schon sehr ein Produkt seiner Zeit. Ältere Alben werden in ihrer Wirkung zementiert sein. Ich habe zu “Neppomuks Rache” dieselbe Meinung wie vor 20 Jahren und in 20 Jahren wird sie noch ganz genauso sein.

So eingegrenzt fände ich spannend, im Thema diese Alben zu nehmen und einander gegenüberstellen die damalige Einschätzung sowie, wie ihr sie heute findet und mögliche Veränderungen zu finden. Gerne auch im Nachhinein nun die Bedeutung EAV-historisch einschätzen und zwar bei Erscheinen und den Vergleich in der Rückschau.

Die Ergiebigkeit ist so eine Sache, die ich dahingehend nicht einschätzen kann. Ggf. böte sich ja ein Zusammenfassen mehrerer Scheiben oder Zeitperioden der EAV-Historie an. Ich für meinen Teil vertrüge aber gern auch je Album eine Besprechung. Ich höre die Podcasts echt gern. :slight_smile:

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Habe mich extra im Forum registriert, um endlich mit anderen EAV-Fans in Kontakt zu treten :grin:. Ich kenne zwar die Band leider erst seit einem Jahr, habe aber mittlerweile fast alle ihre Alben gehört.

Habe natürlich auch schon einige Podcasts gehört und bin immer wieder überrascht, wie unterschiedlich die Meinungen anderer bei manchen Songs sein können :grin:.

Und nun zum Podcast: Mir ist eine Kleinigkeit aufgefallen, was, glaube ich, noch niemand erwähnt hat. Es geht um die Titel „3 ausgeflippte Pinguine“ und „3 zersiebte Pinguine“.
Im Podcast wurde erwähnt, dass es sich um die „Let’s Hop“-Versionen handelt, die “nur” neu gesungen wurden.
Beide Titel wurden komplett neu aufgenommen. Und aus irgendeinem Grund ist der Titel „3 zersiebte Pinguine“ auf dem Album „100 Jahre EAV“ etwas länger; das Intro am Anfang ist genauso lang wie in „Drei verliebte Pinguine“ von „Liebe, Tod und Teufel“.
Und dann bemerkte ich auch, dass die “3 verlebte Pinguine” auf dem Album Let’s Hop ebenfalls gekürzt wurden, wenn man sie mit dem Album “Kann denn Schwachsinn Sünde sein” vergleicht.

Und zum Schluss ist mir noch bei beiden Let’s Hop-Versionen aufgefallen, die Lache von Klaus am Ende ist natürlich auch in “Drei verliebte Pinguine” Outro verwendet worden, aber die selbe Lache, kam auch wieder in „Kann denn Schwachsinn Sünde sein“ vor. Ich war auch der Meinung, dass die Selbe Lache auch auf der Maxi Version von Samurai vorkommt, aber nachdem ich sie mir nochmal angehört habe, hörte sie sich doch mehr “asiatisch” an :grinning_face_with_smiling_eyes:

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@morn,
man merkt das gar nicht,
bisher hatte ich noch bei keiner Folge das Gefühl, dass ich eine alte Folge nochmal hören würde. :slight_smile:

Ich habe eine Idee, wie man eine solche Folge gestalten würde. Viel ist es aber derzeit noch nicht, was mir dazu im Kopf liegt.